Salz - jetzt erst recht!

Einfach Isoton und die Hitze kann kommen!  - Salz - Ein unentbehrliches Element für unseren Organismus

 

Die Hitze hält an, unsere Tiere und wir suchen bevorzugt Schattenplätze oder halten uns, um unseren Alltag angenehmer zu gestalten, öfters im mittlerweile nicht mehr abkühlenden Wasser auf.

 

Menschen mit tiefem Blutdruck wissen nur all zugut aus eigenen Erfahrungen, wie wichtig zur Erhaltung des osmotischen Drucks der extrazellulären Flüssigkeit, der Regulation des Wasserhaushalts und des Säuren-Basenhaushalts das Element Salz ist. Schwindel, dumpfe Kopfschmerzen, Leistungsminderung und schwere Beine melden sich vermehrt.

 

Ein 500 kg schweres Pferd benötigt für den Erhaltungsstoffwechsel ohne erhöhten Schweissverlust täglich etwa 27 gr Natrium. Wobei diese Versorgung oft ungenügend gedeckt ist, da viele Grundfutter zu wenig von diesem wertvollen Element enthalten.

 

Wird das Pferd geritten, steigt der Bedarf von Salz aufgrund der hohen Abgaben über den Schweiss erheblich. Pro Stunde verliert ein Pferd über 10 ml Schweiss rund 30 mg Natrium.

 

Nicht nur Schweissverlust begünstigt einen Salzmangel, sondern auch Kotwasser und schwere Schleimhautschäden im Magen. Salzmangel kann sich in vielen Symptomen äussern wie:

  • Leistungseinbrüche
  • Koteindickung
  • Trockene Haut
  • Geringer Appetit
  • Gewichtsabnahme
  • Störung des Wasserhaushalts (geringe Osmolalität im Blut)

Bei üblichen Rationsberechnungen mit Gras, Heu und der nötigen Beigabe von Mineralfutter erhalten die Pferde durchschnittlich täglich nur etwa 10 gr. Natrium über das Futter!

Mein Pferd hat eh einen Salzleckstein zur freien Verfügung ...

das ist super und muss so sein. Trotzdem darf man sich nicht in Sicherheit wiegen.

Einige Pferde meiden diese Steine, andere wiederum fressen diese regelrecht aus Langeweile, Unerfahrenheit oder Spass. Bei den letzteren wird dies durch Kotwasser, viel Trinken und Wasser lassen quittiert. Kurz, die Aufnahme ist durch Leckmassen nicht kontrollierbar. Wer möchte, kann sich nun auf die sogenannte Selbstmedikation abstützen. Jedoch muss man sich bewusst sein, dass sich das Pferd täglich mindestens 20 Gramm Leckmasse mühsam vom Stein abarbeiten müsste. Das bedeutet, dass pro Pferd im Erhaltungsstoffwechsel ein 5 kg schwerer Leckstein spätestens nach 8 Monaten vernascht worden wäre. Eine Gruppenhaltung gestaltet zudem eine solche Kontrolle schwieriger.

 

Bitte jetzt nicht wie wild und Handgelenk mal Pi Salz in den Trog schütten. Denn auch zu viel Salz kann, wie oben bereits erwähnt, schädlich sein. Das Futter sollte immer berechnet werden.

Das richtiges Salz

Natursalz besteht immer aus 84 lebenswichtigen Elementen wie den Mineralstoffen Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und vielen mehr. Neuste wissenschaftliche Studien bestätigen die Schädlichkeit des normalen Kochsalzes für den Körper. Es wird als Zellgift identifiziert und kann für verschiedene Gesundheitsstörungen, wie Muskelbeschwerden, Wassereinlagerungen und Nierenleiden verantwortlich sein.

 

Elektrolytpräparate mit raffiniertem Salz sind weiss und von regelmässiger Struktur. Aus diesem Grund ist es auch für uns Menschen sinnvoll, mit Natursalz aus einer Salzmühle zu kochen. Vorsicht auch bei den angepriesenen Elektrolytpräparaten, für Mensch wie auch unsere Tiere. Diese beinhalten in der Regel das normale Kochsalz, sprich NaCl.

 

Ein einfaches Rezept für eine Elektrolytlösung für den/die ReiterIn

1 Liter stilles Wasser und eine gute Prise (1 Teelöffel) Natursalz, so, dass man das Salz gerade noch ein wenig schmeckt und es angenehm zu trinken ist. Oft findet man auch Rezepte im Internet mit Fruchtsäften. Natürlich sind diese ultralecker, bringen aber den gegenteiligen Effekt.

 

Enthält ein Getränk gleich viele (isoton) Elementarteilchen wie im Blut vorhanden sind, liegt kein Unterschied zwischen der Konzentration ausserhalb sowie innerhalb der Zelle vor (intra- und extrazelluläre osmotische Konzentration), das Volumen der Zellen bleibt unverändert. Man fühlt sich fit und zeigt keine Symptome.

 

Nimmt z.B. die Natriumkonzentration in der Flüssigkeit ausserhalb der Zelle ab, wie bei erhöhtem Schweissverlust, Durchfall, Medikamente und dazu die falsche Getränkewahl, dringt Wasser in die Zelle ein. Dies führt zu Zellschwellung, was Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Übelkeit und Muskelkrämpfe verursachen kann.

 

Ist der Teilchengehalt im Getränk zu hoch (hyperton), wie dies bei Fruchtsäften, Süssgetränken mit Haushaltszucker angereichert, Energy Drinks uvm. der Fall ist, so wird die Flüssigkeit nicht nur sehr langsam aufgenommen, sondern entzieht den Zellen zunächst sogar Wasser. Die Zellen schrumpfen, die Folge können Unruhe, Fieber, Durst sein. Nicht nur das, meist beinhalten diese Getränke nebst normalem Haushaltszucker auch Fructose, was ein wahrer Dickmacher ist.