Wird die Schweiz bald feuerwerksfrei?


Schöner könnte es für alle Tierbesitzer kaum klingen

 

Kennen wir doch alle die Ängste, die unsere treuen Begleiter in der Silvesternacht oder auch am 1. August durchstehen müssen. 

 

Langsam überkommt uns die Wut, weil wir dem für uns sinnlosen Geknalle ausgeliefert sind und es fast keine Möglichkeiten gibt, auszuweichen.

Unseren Frust rechtfertigen wir bei verständnislosen Nicht-Tierbesitzern damit, dass das Thema Umweltschutz in der Schweiz ganz gross geschrieben wird, um dann in diesen wenigen Stunden zu ignorieren.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) schreibt:

 

"Alljährlich werden in der Schweiz nach Schätzungen des BAFU rund 1700 Tonnen Feuerwerkskörper abgebrannt. Davon sind ca. 400 Tonnen pyrotechnische Feuerwerkssätze. Diese enthalten neben Schwarzpulver auch farbgebende Metallverbindungen. Diese Substanzen gelangen als Niederschlag in Boden und Gewässer."

Nicht nur das; die Abfälle der abgelassenen Feuerwerkskörper liegen überall herum, in den Gärten, auf den Weiden, Wiesen und in den Wäldern.

Ebenfalls wird geraten, dass sich Personen mit Erkrankungen der Atemwege und mit Kreislauferkrankungen wegen des starken Anstiegs des Feinstaubs die Feuerwerke meiden sollten.

Häufig leiden auch die Tiere unter der mit Feinstaub belasteten Luft. Sie können sich nicht in geschützten Räumen verstecken, sondern sind gezwungen, diese Luft einzuatmen.


Dieses Känguru kann Silvester sorglos auf sich zukommen lassen
Dieses Känguru kann Silvester sorglos auf sich zukommen lassen

Wie lange dauert es, bis wir Holland und Australien folgen?

 

Die sich stetig wiederholende Knallerei am Silvesterabend geht immer mehr Holländern auf den Nerv. Im vergangenen Jahr beschwerten sich 85.000 Holländer beim Meldepunkt für Feuerwerksschäden über die wilde Knallerei, die vielen Schäden und Verletzungen die davon jedes Jahr die Folge sind. Als Konsequenz daraus werden dieses Jahr 56 Städte und Gemeinde in Holland private Silvesterfeuerwerke verbieten.

 

Als grosses Vorbild dient Australien, wo das Zünden privater Knallkörper verboten ist. Die grossen Feuerwerke werden von den Städten organisiert.

Kantonale Petitionen versuchten schon ihr Glück und scheiterten

 

Die Aargauer Zeitung schreibt:

Anti-Feuerwerk-Initiative im November vor dem Volk? Schon 2012 wurde die Initiative «zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt vor privaten Feuerwerken» eingereicht. Mitinitiator und SP-Grossrat Martin Christen: «Der Jahreswechsel hat erneut gezeigt, dass ein Verbot privater Feuerwerke sinnvoll und notwendig ist.» Vielerorts seien in noch nie gesehenem Ausmass Feuerwerke entzündet worden, «deren Lärm- und Umweltbelastung Menschen und Tiere gefährdete und in Angst und Schrecken versetzte». Derzeit prüfe das zuständige Departement, an welchen besonderen öffentlichen Anlässen Feuerwerke weiterhin zugelassen werden sollen, welche Arten von Feuerwerkskörpern für bewilligte Feuerwerke verwendet werden dürfen und welche Behörde für die Bewilligung solcher Anlässe zuständig sein soll. Die Initianten rechnen damit, dass das Volk am 24. November 2014 entscheiden kann.

Wer weiss, vielleicht kann das Organisationskomitee feuerwerksinitiative.ch doch noch irgendwann etwas bewegen. 

Bis dahin müssen wir uns noch gedulden und unsere Tiere mit Kräutern, Thundershirts Adaptil oder anderen Massnahmen beruhigen. 


Der Schweizer Tierschutz braucht unsere Hilfe

 

Der Schweizer Tierschutz (STS) möchte künftig Veranstalter und Privatpersonen für einen massvollen Umgang mit Feuerwerk sensibilisieren. Um dies möglich zu machen, ist der STS auf der Suche nach Praxisfällen um Argumentationsmaterial gegenüber den Verkäufern von Feuerwerk und auch gegenüber den Gemeinden zu sammeln.

 

Dafür hat STS dieses Jahr via verschiedenen Kanälen einen Aufruf gestartet und Tierbesitzer sowie Tierärzte gebeten, ihre Geschichten zu erzählen.

Von grosser Wichtigkeit sind folgende Punkte:

  • Welche und wieviele Tiere sind jeweils betroffen?
  • Wie reagieren die Tiere jeweils auf das Feuerwerk
  • Symptome
  • gab es Verletzungen und wenn ja, welcher Art sind diese,
  • gibt es einen bestimmten Vorfall, welcher erzählt werden möchte?
  • Wann beginnen die Symptome?
  • Welche Massnahmen werden jeweils getroffen, um dem Tier zu helfen und wie wirken diese?

Bitte teilen Sie dem STS Ihre Erfahrungen mit, damit wir künftig Silvester und 1. August in ruhiger Atmosphäre feiern können.

 

 

 

Bitte teilen Sie dem STS Ihre Erfahrungen mit,

damit wir künftig Silvester und 1. August

in ruhiger Atmosphäre feiern können.